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Social Media Marketing im B2B auf dem Vormarsch

Am Web 2.0 führt für die meisten Unternehmen kein Weg mehr vorbei - auch im Business-to-Business-Bereich. Social-Media-Expertin Sarah Grünler erklärt, warum das so ist. 

Was ist Ihre Meinung zum generellen Einsatz von Social Media in der B2B-Kommunikation und zu Social Media Marketing im B2B-Segment?
Social Media haben sich mittlerweile als ernstzunehmende Kommunikationskanäle etabliert. Ob Blogs, Foren, Twitter oder Youtube – der fachliche Austausch findet auf einem hohen Niveau statt. Mit Social Media Marketing haben Unternehmen die Möglichkeit, neue Interessentengruppen zu erreichen oder Kontakte zu Kunden bzw. Partnern intensiver zu pflegen. Wenn Unternehmen die neuen Möglichkeiten des Web 2.0 ignorieren, verpassen sie nicht nur Chancen, sondern riskieren auch, kritische Stimmen über ihr Unternehmen, Mängel an Produkten oder Ähnliches zu spät wahrzunehmen.

Welches sind für Sie wichtige Punkte und die zentralen Erfolgsfaktoren für Social Media Marketing im B2B-Segment?
Für zentral halte ich, dass es um eine Zwei-Wege-Kommunikation geht, um den wirklichen Austausch mit verschiedenen Stakeholder-Gruppen. Nur wenn ein Unternehmen auch den Austausch sucht, zuhört und sich auf den Dialog einlässt, hat es im Social Web Erfolg. Ein weiterer Faktor ist Authentizität: In Social Media geht es nicht darum, eine blank polierte Fassade zu zeigen, sondern offen Einblicke zu gewähren, zum Meinungsaustausch einzuladen und Unternehmen greifbarer zu machen.

Welche Ziele sollte ein Unternehmen mit dem Einsatz von Social Media Marketing verfolgen?
Die Ziele können ganz unterschiedlich sein: Für manche Unternehmen steht die Vermarktung von Events im Vordergrund, andere wollen ihre Bekanntheit in einer bestimmten Branche steigern oder es soll ein Service-Kanal für Kunden angeboten werden. Auch das Ziel, qualifizierte Bewerber auf sich aufmerksam zu machen und für sich zu gewinnen, spielt häufig eine große Rolle.
Bei allen vorab definierten Zielen ist es dennoch wichtig, sich eine gewisse Offenheit zu bewahren. Wenn also die Event-Promotion nicht wie geplant funktioniert, sich jedoch ein fachlicher Austausch mit anderen Experten ergibt – warum nicht darauf reagieren?

Welche Gefahren sehen Sie im Einsatz von Social Media Marketing im B2B-Segment?
Eine der von Unternehmen häufig angeführten Gefahren ist der Kontrollverlust. Sie fürchten, dass Diskussionen über ihre Produkte und Marken nicht steuerbar sind oder dass ihre Mitarbeiter unabgestimmt Informationen veröffentlichen. Meiner Meinung nach ist es jedoch gefährlicher, sich als Unternehmen nicht mit Social Media zu beschäftigen – schließlich nutzen viele Mitarbeiter Facebook, Twitter und Blogs bereits privat. Daher ist es wichtig, Social Media Guidelines aufzusetzen und die Mitarbeiter für den Umgang mit den Web-2.0-Kanälen zu sensibilisieren. Und zum Thema der nicht kontrollierbaren Diskussionen über ein Unternehmen: Entstehen würden sie ohnehin, also ist es besser, aufkommende Tendenzen frühzeitig wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Noch besser ist es, frühzeitig eine Vertrauensbasis in den Netz-Communities geschaffen zu haben und vor diesem Hintergrund auch einzelne negative Äußerungen verschmerzen zu können.
Ein Risiko besteht auch darin, zu viele Social-Media-Maßnahmen gleichzeitig anzustoßen, diese dann jedoch nicht vorantreiben zu können. Ein brach liegender Twitter- oder Facebook-Account wirkt dann womöglich negativer als gar keiner. Daher raten wir unseren Kunden, lieber erst mit einer Sache zu starten als sich mit zu vielen Baustellen zu übernehmen.

Fortsetzung

Sarah Grünler über Social Media Marketing im B2B

Redakteurin Sarah Grünler beschäftigt sich seit 2006/2007 mit dem Thema Social Media. Zunächst standen Communities, Foren und Blogs im Vordergrund, seit 2009 verstärkt Twitter und Facebook.

Social Media im B2B?

Für die B2B-Kommunikation wird das Web 2.0 zunehmend relevanter. Höchste Zeit, die eigene Marketing-Strategie kritisch unter die Lupe zu nehmen. Wir beraten Sie gerne dazu - unverbindlich.

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