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Acht Antworten Fortsetzung

Teil 2 des Interviews

Gibt es auch Tipps für die Auswahl der Unternehmensinformationen?

Auch hier lässt sich auf die Vertriebs- und Supportmitarbeiter zurückgreifen. Ebenso lohnt sich ein Blick auf die eigene Webseite: Welche Bereiche werden dort am häufigsten bzw. längsten abgerufen? Außerdem liefern die Reportings zu bisherigen E-Mail-Marketing-Aktionen wichtige Anhaltspunkte, welche Themen wieder aufgegriffen und vertieft werden könnten.

Das Thema ist bekannt, wie bringt man es nun in die richtige Form?

Ganz gleich, ob es sich um einen Newsletter oder ein Mailing handelt: niemals zu ausschweifend werden. Das Leseverhalten am PC oder Tablet ist anders als bei Printmedien – es ist auf schnellen Informationserhalt ausgerichtet. Durch die Zunahme der mobilen Internetnutzung verschärft sich das noch. Für jeden Text gilt daher, dass der Leser bereits mit den ersten Sätzen erkennen muss, was ihn im Folgenden erwartet.

Ist neben der inhaltlichen Balance auch ein formales Gleichgewicht ratsam?

Mit verschiedenen Textformen zu arbeiten, ist auf jeden Fall eine Bereicherung. Gleichgewicht ist aber in diesem Zusammenhang der falsche Ausdruck, es geht viel mehr darum, Abwechslung zu erzeugen – Bewegung, Dynamik. In Newslettern zählt dazu auch, multimedial zu arbeiten, beispielsweise Videos oder Podcasts einzubinden. Übrigens kann die Festlegung einer Textform auch die Content-Recherche vorantreiben, indem sich das Suchfeld eingrenzt. Zum Beispiel definiert man vorab, es soll ein How-to-do-Text werden. Welches Thema im eigenen Geschäftsumfeld eignet sich also dafür? Somit ist ein erster Anstoß für die inhaltliche Richtung geschaffen. Zudem sind Service-Formen wie etwa „10 Tipps zu“, „Was bedeutet eigentlich“, „Blick in die Zukunft“, „Pro/Contra“, Checklisten usw. stets interessant für Leser.

Noch einen abschließenden Tipp?

Ja, ich empfehle, einen festen Redaktionsplan für das E-Mail-Marketing zu erstellen. So kann man Schnellschüssen vorbeugen und die Qualität kontinuierlich hoch halten. Neue Content-Ideen oder Themen, die bereits vorliegen, aber nicht mehr im letzten Newsletter oder Mailing untergebracht werden konnten, lassen sich hier zudem einordnen. Auf diese Weise geht nichts verloren. Vor allem aber erspart man sich durch planvolles Vorgehen eine Menge Stress.

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