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Crowdfunding

Über die Web-Community Projektideen finanzieren

Kennen Sie das Online-Netzwerk „Diaspora“? Es ist eine Art alternatives Facebook. Dahinter steckt nicht etwa ein Konzern, sondern vier New Yorker Studenten riefen das Projekt ins Leben. Realisieren konnten sie es durch die Web-Community. Diese finanzierte die Idee mit mehr als 200.000 US-Dollar – „Entwicklungsförderung“, generiert über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter.

Doch was ist eigentlich Crowdfunding?

Beim Crowdfunding stellen Sie Ihre Idee ins Netz – beispielsweise für ein neues Add-on. Dazu dienen bestimmte Plattformen wie etwa Startnext, Kickstarter oder GoFundme. Menschen, die Ihre Projektidee unterstützen möchten, können Ihnen über die Plattform einen individuellen Geldbetrag zukommen lassen. Wie hoch dieser ist, entscheiden die Unterstützenden selbst. Damit es funktioniert, muss die Projektidee klar definiert sein. Denn jeder möchte genau wissen, wofür er bezahlt. Üblicherweise sind die Aktionen zeitlich limitiert und mit einem fester Geldbetrag ausgewiesen. Das heißt, Sie geben vorab an, wie viel Geld Sie benötigen, um das Projekt realisieren zu können, und legen einen Zeitrahmen fest, innerhalb dessen der Betrag über die Plattform generiert sein soll. Zusätzlich lassen sich Bezahl-Anreize schaffen, indem Sie den Fördernden besondere Konditionen einräumen. Beispielsweise bieten Sie ihnen eine Demo-Version des Add-ons als Dankeschön. Ist ein Projekt nicht umsetzbar, da man den festgelegten Betrag nicht erreichen konnte, wird das aus der Web Community gewonnene Geld zurückerstattet.

Crowdfunding modifiziert somit den Paid-Content-Gedanken. Nicht ein bestehendes Angebot wird bezahlt, sondern die Entwicklung. Statt einen fixen Preis festzulegen, entscheidet jeder Einzelne selbst, was er bereit ist zu bezahlen. Anders als die Paywall – also eine Bezahlschranke – die einen Kaufanreiz durch Exklusivität schafft, indem sie Netzinhalte separieret, orientiert sich Crowdfunding an den Prinzipien des Web 2.0.

Bislang wird Crowdfunding hauptsächlich im Kreativbereich genutzt. Beispielsweise Künstler und Journalisten versuchen auf diese Weise, neue Ideen zu finanzieren. Doch auch Start-ups aus unterschiedlichen Branchen entdecken Crowdfunding mehr und mehr für sich. Und etablierte Unternehmen? Auch für sie bietet das Erlösmodell interessante Perspektiven:

Noch näher an der Zielgruppe

Durch Crowdfunding erfahren Sie mehr über Ihre Zielgruppe: Welche Inhalte, Aktionen und Projekte kommen wirklich an?

Reputation, die mitfinanziert wird

Werden Sie selbst zum Initiator und rufen Sie eine Crowdfunding-Aktion mit sozialem oder ökologischem Anliegen ins Leben. Als Schirmherr können Sie sich auf unterschiedliche Weise einbringen.

Oder einfach mal versuchen, abseitige Ideen zu realisieren

In Ihrem Unternehmen gibt es viele gute Ideen, doch oft ist deren Erfolg einfach zu unsicher, um zu investieren. Dann versuchen Sie es doch einmal über die Crowd. Dort erkennen Sie auch schnell, ob allgemeines Interesse besteht.