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E-Mail-Marketing: Einfache An- und Abmeldung zahlt sich aus

Mit einem komfortablen und vertrauenswürdigen An- und Abmeldevorgang für Newsletter und andere E-Mail-Services generieren Unternehmen nicht nur mehr Abonnenten, sondern agieren zudem rechtskonform.

Sie haben viel Energie in Ihr E-Mail-Marketingkonzept gesteckt: die Inhalte sind auf Ihre Zielgruppe abgestimmt, die technische Umsetzung beispielhaft, die Öffnungsraten entsprechend gut – und doch kommen kaum neue Abonnenten hinzu? Vielleicht liegt es an Ihrem Anmeldevorgang.

Unübersichtliche Formulare, unzureichende Datenschutzhinweise und eine Vielzahl an Pflichtfeldern wirken nicht nur abschreckend, sondern sind mitunter nach geltendem Recht unzulässig. Für den Anmeldevorgang gilt daher: Gestalten Sie ihn so einfach wie möglich!

  • E-Mail-Adressfeld als einziges Pflichtfeld – das ist rechtskonform
  • Namens- und Anredefeld für personalisierte Newsletter sollten kein Muss sein

Darüber hinaus sind keine Formularfelder zu integrieren. Weitere Daten können Sie zu einem späteren Zeitpunkt erheben.

Weisen Sie unbedingt im Anmeldeformular darauf hin, dass sich der Empfänger jederzeit abmelden kann und die Daten vertraulich behandelt werden. Setzen Sie zudem einen Link zu Ihren Datenschutzrichtlinien – das schafft Vertrauen.

Ein Klick zum Abonnement – besser sind zwei

Das Formular ist mit ein bis maximal drei Angaben ausgefüllt und der Interessent ist über den Datenschutz informiert – soweit perfekt. Nun geht es an die Aktivierung des Abonnements per Bestätigungsklick. Heben Sie den Button dazu optisch hervor und platzieren Sie ihn prominent. Da Mailings und Newsletter nur an Empfänger versendet werden dürfen, die dazu eindeutig ihr Einverständnis erklärt haben, empfiehlt es sich, das sogenannte Double-Opt-In-Verfahren zu nutzen. Nach dem ersten Klick auf den Bestätigungsbutton erhält der Interessent eine E-Mail mit Link. Durch Anklicken wird das Abonnement final bestätigt. Erläutern Sie beim Anmeldebutton das Vorgehen kurz und formulieren Sie es nochmals in der Bestätigungsmail. Damit sind Sie rechtlich auf der sicheren Seite und zeigen sich seriös.

Heißen Sie Neukunden willkommen

Begrüßen Sie Ihren neuen Abonnenten unmittelbar per Mail, bedanken Sie sich. Das ist höflich und gibt die Sicherheit, dass der Anmeldeprozess erfolgreich verlief. Auch ist die Klickrate der Begrüßungsmail hoch, da das Interesse an Ihrem Unternehmen oder Ihren Themen akut ist. Die Bereitschaft, weitere Daten anzugeben und unternehmens- oder produktbezogene Informationen aufzunehmen, ist zu diesem Zeitpunkt ausgeprägter als später. Machen Sie sich das zunutze. Achten Sie dabei darauf, dass dies als Service und nicht als Werbe- oder Datenerhebungsmaßnahme wahrgenommen wird – sonst ist das erst geschaffene Vertrauen lädiert. Integrieren Sie bereits hier die Möglichkeit, sich vom Bezug wieder abzumelden. Schaffen Sie Transparenz, indem Sie eingangs auf das Abonnement verweisen – in Form eines Dankeschöns – und nehmen Sie das Wort „Willkommen“ direkt in die Betreffzeile auf.

Machen Sie es Aussteigern leicht – es gibt gute Gründe dafür

Das Abonnement zu kündigen, sollte noch simpler sein, als es zu aktivieren. Denn nicht jeder Abmeldeprozess ist endgültig. Oftmals geht es dabei nur darum, den E-Mail-Eingang während des Urlaubs einzuschränken, bei Auslastungsspitzen temporär zu intervenieren oder schlicht um eine neue Adresse. Bei einer komplexen Abmeldung, wird sich der Abonnent jedoch zweimal überlegen, ob er den Service zu einem späteren Zeitpunkt wieder bezieht. Wer endgültig kündigen möchte, schafft das ohnehin oder deklariert im schlimmsten Fall Ihre Mails als SPAM. Sogar, wenn er diese nur ignoriert, hat das negative Folgen, und zwar auf Ihr Google-Ranking. Denn zu geringe Öffnungsraten werden auf Ihre Relevanz fürs Netz umgelegt.

Gestalten Sie den Abmeldevorgang einfach – nicht mehr als zwei Klicks: Aktivierung und Bestätigung. Verzichten Sie dabei auf jegliche Hürden und agieren Sie somit abermals nach geltendem Recht. Setzen Sie dagegen auf Freiwilligkeit, aber geben Sie dennoch die Möglichkeit zur Interaktion. Bauen Sie beispielsweise eine Funktion ein, über die Gründe für die Abmeldung angegeben werden können, Verbesserungsvorschläge etc. Dabei muss deutlich sein, dass diese Angaben nicht zwingend für die Kündigung nötig sind. Auch können Sie dort Alternativen vorschlagen, wie den Bezug über eine andere Adresse, eine temporäre Auszeit oder eine Möglichkeit, die Frequenz des Erhalts festzulegen. All das gibt Ihnen nützliche Informationen. Grundlegend aber ist, dass jeder Newsletter einen gut sichtbaren Abmeldebutton beinhaltet.

Einen Tipp zum Ende

Bieten Sie Netzskeptikern über den üblichen Registrierungsweg hinaus Alternativen an, beispielsweise per Telefon oder Direktmail. Zudem gibt das allen anderen Abonnenten die Sicherheit, bei Problemen oder Fragen auf eine direkte Kontaktmöglichkeit zurückgreifen zu können.