Agentur

Green IT - grüner und günstiger

Durch die ständig steigende Rechenleistung der IT und deren Kühlung wächst der Energiebedarf in Unternehmen kontinuierlich. Die immensen Energiekosten und der Wunsch nach Kostensenkung bringen immer neue Konzepte für Einsparungsmaßnahmen hervor. Der angenehme „Nebeneffekt“: nicht nur das Budget, sondern auch die Umwelt wird geschont.

Beispielhaft – Die drei Wege von Dachser zur grünen IT

Für seine Bemühungen rund um das Thema „energieeffiziente IT-Systeme“ wurde das Logistikunternehmen Dachser im vergangenen Jahr vom Netzwerk Green IT BB mit dem Green IT Best Practice Award 2010 ausgezeichnet. Die intelligente Kombination dreier Konzepte gab den Ausschlag:

ein energieeffizientes Rechenzentrum, das unter anderem auf 24°C abgekühlt wird statt auf die üblichen 20°Cder Einsatz von Network Clients, die ohne Lüfter und Festplatte auskommendie Nutzung der Serverwärme zur Gebäudeheizung (50% seines Heizbedarfs deckt Dachser auf diese Weise ab)

Nicht mehr auf Kosten der Umwelt

Immer mehr Unternehmen entdecken Green IT für sich, winken doch beträchtliche Kostenersparnisse. Eine regelrechte „Bewegung“ hat sich formiert, die das eine Ziel verfolgt: die Ausrichtung der unternehmenseigenen IT nach ökologischen Aspekten. Vielfältige Aspekte des Produkt-Lebenszyklus von Hardware werden dabei genau unter die Lupe genommen:

Energieeinsatz bei der Produktion und Nutzung von Hardwareverwendeten Materialien und ProduktionsmittelEntstehung von Schadstoffen bei der ProduktionSchadstoffanteile im EndproduktFreiwerden von Schadstoffen bei der Entsorgung

Des Weiteren wird bei der Hardware-Nutzung unterschieden zwischen:

  • Green in IT: Energieeinsparung während der Nutzung von IT (z. B. durch Einsatz von Niedrigenergie-Geräten)
  • Green through IT: Energieeinsparung durch deren Nutzung (z. B. das Ersetzen von Dienstreisen durch Videokonferenzen oder das Nutzen der Serverwärme zur Gebäudeheizung)

Um grüne IT zu praktizieren, muss man also kein Weltveränderer sein. Die Kombination aus modernen IT-Lösungen wie Virtualisierung und aktueller Hardware ist ein geeigneter Weg hin zu einer effizienteren und dabei kostengünstigen IT-Nutzung. Die Tatsache, dass dabei die Umwelt geschont wird, führt nicht nur zu wirtschaftlicher, sondern auch ökologischer Nachhaltigkeit.

Öffentlichkeitswirksames Engagement

Natürlich haben Unternehmen die grüne IT längst als Marketinginstrument für sich entdeckt. Denn ein ökologisch korrekter CO2-Fußabdruck oder die Auszeichnung bei Wettbewerben für besonderes Engagement für Umweltbelange wecken in der Öffentlichkeit Sympathien. Auch die im Internet immer zahlreicher werdenden Plattformen und Netzwerke bieten Raum, um sein Engagement zu kommunizieren oder um neue Kontakte zu knüpfen. Denn hier trifft man auf Gleichgesinnte, Interessenten und potenzielle Kunden.

Gütesiegel „Green IT“?

Doch wie grün muss ein Unternehmen sein, das mit grüner IT wirbt? Gibt es Minimalanforderungen, die erfüllt sein müssen? Zwar gibt es (noch) kein einheitliches Gütesiegel – ein Tatbestand, der bei Bio-Lebensmitteln hinlänglich bekannt ist. Trotzdem ist es legitim, sein Engagement für die Umwelt zu „vermarkten“. Gelingt es, potenziellen Kunden – neben den ökologischen Aspekten – die Möglichkeiten zur Kostenersparnis aufzuzeigen und belegt diese anhand eigener Erfahrungen, kann sich als qualifizierter Partner und Berater für deren Green IT hervortun.