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Social Media

Profitieren auch Sie als B2B-Unternehmen?

Blogs, Twitter, Facebook, Slideshare… – diese neuen Technologien bieten unzählige Möglichkeiten zu kommunizieren und Informationen auszutauschen. Im B2C-Bereich engagieren sich bereits zahlreiche Unternehmen, um neue Zielgruppen anzusprechen. Im B2B dagegen agieren viele Firmen bis jetzt eher zurückhaltend. Eignet sich Social Media dafür nicht oder stellt es gerade dort eine echte Chance dar? Wir haben uns mit den Argumenten auseinandergesetzt, die für und gegen das Engagement von B2B-Unternehmen im Web 2.0 sprechen – eine Entscheidungshilfe.

Social Media im B2B - CONTRA

Ohne Social-Media-Aktivität läuft heute nichts mehr. Wer zu spät damit beginnt, der verpasst den Zug – und dann, was geschieht? Wird man sich nie wieder einbringen können? Sicher nicht. Wie alle Absolutaussagen sind auch jene rund um den Social-Media-Hype nur bedingt richtig.

Bei einem sind sich die Entscheider vieler Unternehmen jedoch einig: „Social Media? Das steht für uns nicht zur Debatte.“ Sind doch die Zielgruppen kaum im Netz zu finden und die Themen der sozialen Netzwerke passen nicht zum eher konventionellen Unternehmen. Persönliche Geschäftsbeziehungen stehen im Vordergrund. Kunden bevorzugen im Falle eventueller Servicefragen eine ausführliche Beratung und setzen nicht auf die hilfeversprechenden 140 Zeichen eines Antworttweets via Twitter.

Sollten Sie dennoch den Schritt ins Web 2.0 wagen, sind einige Aspekte zu beachten. Neben Professionalität ist Authentizität das Zauberwort der neuen Medien – und diese können nur Sie schaffen. Eine unmittelbare Kommunikation mit Kunden und Interessenten veranlasst Mitarbeiter jedoch oft zu vorschnellen Beiträgen und Kommentaren – diese bleiben im Netz, meist unauslöschlich, da schnell und unkontrolliert replizierbar. Auch dem einen oder anderen Chef ist ein Tweet herausgerutscht, der besser nie veröffentlicht worden wäre, wie ein Beispiel zu Beginn des Jahres belegt.

Wer sich daher entscheidet, den Social-Media-Bereich gänzlich selbst zu bedienen, sollte sich vorab über den rechtlichen Rahmen informieren. Denn für Unternehmen gelten teils andere Regeln als für Privatnutzer. Etwa die Impressumspflicht wie beispielsweise bei Facebook oder allgemeine medienrechtliche Vorgaben, wie das Gegendarstellungsrecht oder wettbewerbsrechtliche Aspekte.

Unternehmen sollten daher abwägen, ob sie die Kapazität bzw. das Budget für einen erfolgreichen Auftritt in den neuen Medien frei machen können und wollen. Social-Media-Aktivitäten brauchen Zeit und dürfen nicht zu Lasten anderer Bereiche gehen. Kapazitäten müssen frei gemacht oder Teilaufgaben an Dienstleister ausgelagert werden.

Social Media im B2B - PRO

Diese Überlegungen führen bei diversen B2B-Unternehmen bisher dazu, Social-Media-Aktivitäten eher mit einem Sicherheitsabstand von außen zu betrachten. Halten Sie sich jedoch an gewisse Regeln und medienrechtliche Vorgaben, brauchen Sie einen Kontrollverlust nicht zu fürchten. Vielmehr können Sie durch gezielte Maßnahmen und eine höhere Transparenz im Web eigene Themen und Akzente setzen. Dafür müssen Sie nicht Ihr komplettes Marketingkonzept umstellen. Auch mit einzelnen, gezielten Maßnahmen lassen sich nachhaltig Erfolge erzielen – das beschreibt das B2B Marketing Whitepaper - Informationsverhalten von Entscheidungsträgern 2010/2011.

So profitieren Sie etwa durch das Business-Netzwerk XING von zahlreichen Vorteilen: In Gruppen können Sie sich umfassend über verschiedene Themen informieren oder selbst als Experte aktiv werden. Gleichzeitig präsentieren Sie sich als attraktiver Arbeitgeber. Laut einer aktuellen Studie – IT-Arbeitsmarktreport 2011 – wurde XING unter den sozialen Netzwerken bislang am häufigsten für die Jobsuche herangezogen. Ganze 65 Prozent der befragten IT-Fachleute nutzen diese Plattform für ihre Zwecke.

Ein eigenes Facebook-Profil eignet sich zum Beispiel, um spannende Einblicke in Ihr Unternehmen durch aktuelle Meldungen, Bilder und Videos zu geben. Das stärkt auch das Vertrauen in Ihre Produkte und Leistungen.

Auch Bloggen kann sich im B2B auszahlen: Mit einem Blog auf Ihrer Website liefern Sie firmenrelevante Informationen aus unterschiedlichen Perspektiven. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter einmal zu Wort kommen und aus den unterschiedlichen Bereichen berichten. Kunden und Partner können sich ebenfalls mit Gastbeiträgen und Diskussionen einbringen.

Der Microblogdienst Twitter hingegen fungiert als Zwei-Wege-Kommunikationskanal und ermöglicht Ihnen, Mitarbeiter, Partner und Medien aktuell, schnell, kurz und bündig über neue Produkte etc. zu informieren und sich gleichzeitig mit ihnen auszutauschen.

Entscheidend für Unternehmen, die planen, sich in sozialen Netzwerken zu engagieren, sind authentische bzw. glaubwürdige Inhalte. Wenn Sie Lesern einen echten Mehrwert liefern, steigen ebenso Ihre Chancen, potenzielle Neukunden anzusprechen. Die neuen Technologien sind an Reichweite und Geschwindigkeit durch kein anderes Medium zu übertreffen.